die raven homepage
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Netz - Weg

Tja zur EDV/DFÜ bin ich 1993/94 durch ein Studium gekommen, als ich mir einen Computer zulegte, um Hausarbeiten u. a. zu schreiben. Nachdem ich dann auch noch in den Terminalraum der Uni geriet und dort die ersten Reisen ins WWW unternahm, das damals mit dem Browser Mosaic seinen Siegeszug begann, war ich dem Netz verfallen.

Zuerst bin ich einige Monate durch die Mailboxen gewandert und habe mit Cross-Point herumhantiert (man erinnert sich ?) und über die Mailboxen Usenet gelesen, bald darauf habe ich mir parallel einen Acount bei einem der wenigen ISPs genommen und meine erste Homepage geschrieben (mit Notepad damals) – sie war grau, hatte ein Bild, ein paar schwarze Sätze und Horizontal Rules.

Die früheste Version der Raven Homepage, die ich noch im Internet Archive finden konnte, stammt aus dem Jahr 1996 und dürfte der ersten Version noch sehr nahe kommen. Ich habe sie hier abgelegt und so weit es mir möglich war, aus dem Gedächtnis und alten Bildarchiven rekonstruiert, was die Grafiken anbelangt. Nur das scheußliche, grau gemusterte Hintergrundmusterbild, das ich damals verwendet habe, konnte ich nicht mehr auffinden.

FTP, Gopher, WAIS und Archie waren dann auch bald darauf keine Fremdworte mehr für mich und wurden durch E-Mail ergänzt. Nun bin ich seit 1995 mit der Raven Homepage im WWW vertreten, auf der ich einige Anleitungen, längere Texte und Links gesammelt und veröffentlicht habe. Ab Ende 2003 kam dann das Führen von Weblogs dazu. Zuerst bei Livejournal, kurze Zeit später bei blogg.de, dann blogweb und jetzt supersized.org. Was ich zu den Fragen "Was ist ein Weblog", "Warum führt man ein Weblog" denke – dazu am Besten aus einer Antwort per E-Mail auf die Fragen einer Journalistin:

Was ist für Sie überhaupt ein Blog, bzw. was ist daran der wichtigste Aspekt für Sie?

Im Gegensatz zu einer Homepage, wie ich sie nebenbei betreibe, bietet ein Weblog die Möglichkeit, die Leser der Inhalte über Kommentare und die Leser als Autoren über Trackbacks einzubeziehen. Bei statischen Sites hatte man immer nur den Weg, an einer zentralen Stelle - dem "Gästebuch" oder über ein Mailformular allgemeine Bekundungen zu hinterlassen. Mit Weblogs nehmen die Leser viel spezifischer Bezug auf einen bestimmten Inhalt unnd können – wenn sie wollen – eine Diskussion beginnen, die an dem veröffentlichten Inhalt anknüpft.

Über die chronologische Einstellung der Inhalte, die integrierte Suche, die Tags und Kategorien stehen dem Leser und auch dem Autoren, wenn er sein Weblog als "Archiv" verwendet, viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung, sich Inhalte zu erschließen, als bei statischen Sites.

Allgemein gesprochen würde ich sagen, dass ein Weblog eine Plattform darstellt, die Elemente der Homepages, Webportale, CMS-Systeme und Wikis in sich aufnimmt und dabei das Moment der Interaktion zwischen Autor und Leserschaft und der gegenseitigen Verknüpfung mit anderen Autoren und publizierten Inahlten stark in den Mittelpunkt stellt.

Das Weblog lädt auch aufgrund des vorgegebenen Rahmens Autoren dazu ein, viel schneller und spontaner zu schreiben und zu veröffentlichen, als bei einer statischen Website. Was in diesem Zusammenhang m. M. bei einem Weblog hinzukommt bzw. hinzukommen muss, ist die persönliche Note oder der persönliche Kontext.
Das kann sich auf die Schilderung persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen konzentrieren oder sich in der Kommentierung äußerer Ereignisse ausdrücken. D. h. auch, dass man sich in einem Weblog nicht so sehr einem Thema unterordnen muss wie bei einer Website, die sich einem Thema verschrieben hat.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Weblog zu veröffentlichen, was motiviert Sie dazu, weiterzumachen?

Während meiner "Arbeit" an der Homepagesite habe ich parallel das Entstehen der Weblogs verfolgt und deren Merkmale und Vorteile immer wieder mit den Möglichkeiten und Merkmalen der Homepage verglichen. Irgendwann war ich überzeugt, dass es für mich sinnvoller und für den Leser nützlicher ist, Inhalte in Form eines Weblogs zu veröffentlichen – wobei es da immer wieder Rückverweise zu Inhalten gibt, die ich über die Homepage anbiete. Besonders gereizt hat mich der letzte Punkt zur ersten Frage, die gegenseitige Verknüpfung und der Austausch. Bei der Homepage erschöpfte sich die Verknüpfung in gegenseitiger Linksetzung, der Austausch in Kommentaren per E-Mail. Statt spontan und in relativ kurzer Zeit erwas zu schreiben und zu veröffentlichen, wurde zu Inhalten für die Homepage öfters erst tagelang recherchiert, formuliert, die dann noch in HTML umgesetzt werden mussten – wobei das ja auch schneller geht, wenn man WYSIWYG Editoren benutzt.

Bei dem, was mich motiviert, weiterzumachen, steht wohl an erster Stelle die Freude am Schreiben an sich. Außerdem gibt es einfach zu viele Ereignisse, Daten und Erlebtes, über das es sich lohnt zu schreiben, weil man der Auffassung ist, dass es auch andere interessiert, für andere nützlich ist oder von dem andere Menschen erfahren sollten. Ein Motiv besteht auch darin, einen eigenen virtuellen "Zettelkasten" als persönliches Archiv zu haben. Auch zu sehen, dass veröffentliche Beiträge von anderen Autoren aufgegriffen oder von Lesern kommentiert werden, trägt zur Motivation bei, ist für mich aber keine Bedingung für das Schreiben, egal ob in einer Mailingliste, auf der Homepageseite oder halt im Weblog.

Vielen herzlichen Dank im Voraus!

Gern geschehen – ist jetzt etwas lang geworden, aber das ist wohl so, wenn man Weblogautoren über Weblogs befragt :)

Meinen Informationshunger stille ich über RSS-Feeds, Mailinglisten und (mittlerweile weniger) im Usenet. Was Instant Messaging, VoIP, IRC angeht: Für Instant Messaging hatte ich etliche Jahre überhaupt nichts übrig, aber irgendwann hatte ich dann auch einen ICQ Account. Mittlerweile bin ich fast immer auch per Instant Messaging zu erreichen, aber nicht mehr über ICQ oder die anderen geschlossenen Plattformen, sondern nur noch per Jabber. IRC nutze ich nur fallweise, aber ich bin kein regelmäßiger IRC User. VoIP bzw. Telefonieren allgemein bin ich seit Jahren abgeneigt.

Ansonsten interessieren mich neben vielen anderen Themen besonders Virtuelle Realität, roboterisierte Kriegsführung und Überwachungstechnik, Geheimdienste, Datenschutz, Zensur und Kryptografie. Dazu gibt es noch das Interview Wenn du das Interview liest, wirst du nie wieder ruhig schlafen vom Februar 2007.

O - S

Als Betriebssystem setzte ich zuerst DOS und Windows for Workgroups auf einem 486er PC ein, danach folgten Windows 95, 98 und zuletzt 2000. Während der Zeit hatte ich auch mal mit FreeBSD und Red Hat gespielt. Windows XP hatte ich mir einmal angesehen und dann entsorgt. Auf Windows 2000 folgte Linux in Form der Fedora Distribution, mit der ich zwei Jahre gearbeitet habe. Nach Kauf eines PCs, auf dem Windows XP installiert war und in dem eine ATI Grafikkarte steckte, für die es keine Unterstützung für Linux seitens ATI gab, lief dann doch ein Windows XP neben der Ubuntu Linuxdistribution. Danach folgte wieder für einige Zeit Debian, das wiederum durch Ubuntu abgelöst wurde und seit "Jessie" wieder durch Debian. Wenn ich hauptsächlich mit Linux unterwegs bin, wandert das jeweilige Windows in eine VM unter VirtualBox.

Webdesign - Grafik

Natürlich stellt die Beschäftigung mit HTML und Grafik ein großes Thema für mich dar - imo schon ein Muss, wenn man sich im Web präsentiert aber auch immer wieder eine Quelle für Aufregung und kreativer Muße, wenn mal wieder doch etwas so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat.
Java und Javascript und anderen aktiven Webinhalten war ich lange Zeit generell abgeneigt (und stehe dem auch heute noch kritisch gegenüber), doch auch hier erliege ich mittlerweile dem Reiz der Möglichkeiten und habe beschlossen, wenigstens Javascript zur Unterstützung aber nicht als Voraussetzung zu verwenden.

Zeit

Leider - und das kennt mit Sicherheit jeder, der in die Welt der Daten eintaucht - sind dem Ganzen durch den Faktor Zeit und Gehirnkapazität natürliche und situationsbedingte Grenzen gesetzt, was ich sehr bedauere ;-)

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