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Irak-Krieg 2003 / 27.03.03 / Tag 7
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Foto: AFP

US Präsident Bush und Premierminister Blair treffen sich auf dem Landsitz der US Präsidenten "Camp David" zum Kriegsrat am gemütlichen Kaminfeuer.
Während Blair eine stärkere Rolle der UNO in der Nachkriegsära wünscht, lehnt die Bush-Administration ab, dass bei der UNO die Entscheidungsgewalt bei der Nachkriegsordnung im Irak liegt. Die UNO hat die Zeit nach dem Krieg nur beim Wiederaufbau und zur humanitären Hilfe zu "begleiten", die politische und ökonomische Ordnung bestimmt die USA.
Deshalb wurde von Bush und Blair entschieden die Wiederaufnahme des UNO Hilfsprogramms "Öl für Lebensmittel" gefordert, dem die UNO zugestimmt hat.
Während der Zeit der UNO-Sanktionen und -Embargos nach dem 1. Irakkrieg waren 60% der 22.000000 Iraker auf diese Hilfe angewiesen.

Der Irak-Krieg ist auch ein Riesengeschäft für Firmen und einige Hilfsorganisationen, die konzerngleich ausgerichtet sind. Und dem Irak-Krieg wird der Verteilungskampf um die Milliarden der UNO, EU und Spenden folgen. Dabei werden von den USA aus Firmen der "Koalition der Kriegswilligen" bevorzugt bedacht.
Zu Ängsten, deutsche Firmen könnten dabei nicht genug abbekommen, meinte der BDI-Chef Michael Rogowski
"Die meisten befürchten, dass sie davon betroffen sein werden oder auch nicht beteiligt sein würden beim Wiederaufbau. Ich bin da noch nicht so pessimistisch.
Deutschland hat hervorragende Produkte zu liefern. Deutschland hat hervorragende Ingenieursleistungen zu bieten, und Deutschland hat hervorragende Kontakte in dieser Region"

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Foto: AFP/DPA

Die dreijährige Saja Saafar wird in einem Hospital versorgt, nachdem sie während eines Luftangriffs verletzt wurde.

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Foto: AP

Irakische Angehörige trauern an den Särgen ihrer getöten Verwandten.

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Foto: DPA

Als die ersten Hilfslieferungen im Süden des Iraks eintreffen, kämpfen die durstigen und hungernden Einwohner um jedes Nahrungs- und Trinkwasserpaket.
Was machen die Menschen nördlich von Umm Quasr und Basra?

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100.000 Menschen demonstrierten in der Hauptstadt Sanaa des Jemen.
Eine Parole der Demonstration: "Für den Dschihad von Sanaa bis Bagdad".

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Am Donnerstag lag Bagdad unter Dauerbeschuss, es war der Tag mit den heftigsten Bombardierungen seit Beginn des Krieges.

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Britischer Panzer vor Basra.
Auch in Basra wieder ausgedehnte Kämpfe und Bombarements.

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Foto: Reuters

Der Chef der UNO Waffeninspekteure, Hans Blix.
Hans Blix äusserte seine Vermutung, dass nichts, was er hätte tun oder sagen können, den Krieg verhindert hätte.
Auch auf eine Verlängerung hätten sich die USA nicht eingelassen.Dazu Blix: "Wenn wir gesagt hätten, wir könnten das Problem in drei Monaten lösen, hätten die USA behauptet, wir seien nicht glaubwürdig."
Trotzdem hätte es nach Blix eine Chance gegeben, das Problem friedlich zu lösen, wenn die UNO Waffeninspekteure einige Monate Zeit gehabt hätten.