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Irak-Krieg 2003 / 26.03.03 / Tag 6/2
Tag 6
Foto: DPA

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Heute schlugen gegen 11:00 Uhr auf einem Marktplatz im Stadtviertel El Schaab ("Das Volk") im Nordosten Bagdads nach Augenzeugen und dem irakischen Informationsministerium zwei Cruise Missiles ein.
Sprecher der alliierten Truppen verneinten ihre Verantwortung, stellten die Behauptung auf, die Explosionen stammen von fehlgeleiteten, irakischen Flugabwehrraketen oder äußerten Unverständnis dafür, dass dieser Vorfall passieren konnte.
Dabei wurden mindestens 14 Menschen getötet. Andere Quellen sprechen außerdem von 30 bis 45 Verletzten.
Nach dem Einschlag bot sich den Einwohnern ein Bild des Schreckens aus rauchenden Trümmern, verbrannten Leichen und zerstörten PKWs.
Aufgebracht, voller Angst und schockiert protestieren die Einwohner des Viertels, die am Ort der Einschlgasstelle zusammenliefen.
Die Tragödie in El Schaab zeigte den Einwohnern Bagdads und der Weltöffentlichkeit auf schreckliche Weise die Wirklichkeit hinter den Bildern der Zielfotos der "Präzisionsbomben" - die Zahl ziviler Opfer durch andere Bombardierungen steigt.
Vorfälle wie in El Schaab, eine unzureichende, humanitäre Versorgung der Zivilbevölkerung oder die mögliche Verletzung von Stätten, die für den Islam heilig sind durch alliierte Bombardierungen oder Kampfhandlungen können die Lunten sein, die letztendlich den gefürchteten "Flächenbrand" in der gesamten arabischen Welt auslösen könnten.

Tag 6

Tag 6

Auf dem Luftwaffenstützpunkt MacDill in Tampa / Florida schwört US Präsident Bush mit patriotischer Rhetorik und Durchhalteparolen die amerikanischen Truppen und die amerikanische Öffentlichkeit auf einen längeren Krieg ein.
Aus der Rede George W. Bushs:
"Wir wissen nicht, wann wir unsere Mission abgeschlossen haben werden, aber wir werden siegen",
"Bislang haben die Einsatzkräfte jeden Tag ihre Ziel erreicht"
"Aber dieser Krieg ist noch lange nicht vorbei.", denn die Truppen der Koalition müssten damit rechnen, bei ihrem Vormarsch auf Bagdad mit den "am meisten verzweifelten Elementen eines dem Untergang geweihten Regimes" konfrontiert zu werden.
Das Geschenk der Freiheit, das die Truppen im Irak brächten sei kein Geschenk der USA an die Welt, sondern das Geschenk Gottes an die Menschheit.

Die Rede des US Präsidenten wurde von den anwesenden Soldaten und Zivilisten mit frenetischem Jubel aufgenommen.

Tag 6

Währendessen ist der Vormarsch der alliierten Truppen zum Stocken gekommen, noch immer sind ihre Soldaten in heftige Kämpfe an und in allen Städten auf der Marschroute nach Bagdad verwickelt und Abteilungen der Republikanischen Garden des Iraks bewegen sich auf die alliierten Truppen zu.