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Irak-Krieg 2003 / 26.03.03 / Tag 6/1
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Alliierten Truppen und Bagdad werden weiterhin von Sandstürmen heimgesucht.

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Foto: AP/James Nachtwey

Wenn nicht der Sandsturm der Bevölkerung von Bagdad zusetzt, dann ist es die verpestete Luft, die von den brennenden Ölgräben erzeugt wird oder die fortgesetzten Bombardierungen während der Nacht und am frühen Morgen.

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In Kuweit machen sich die ersten Hilfsgütertransporte auf den Weg in den Südirak, während in Basra sich die Einwohner an einer der wenigen Wasserstellen mit Trinkwasser versorgen, wenn es Pausen zwischen den Bombardierungen zulassen.

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Da die Stadt Umm Quasr mittlerweile unter britischer Kontrolle steht, verteilen britische Soldaten Wasserflaschen und kleine Nahrungspakete, die in der Farbe den abgeworfenen Clusterbomben ähneln, an die Bevölkerung.

Die Versorgung der irakischen Bevölkerung im Südirak selbst mit Medikamenten, Wasser und Nahrungsmitteln wird immer dringlicher, während die Flüchtlingslager damit zwar versorgt sind, aber bis jetzt leer bleiben.
Aber die Verteilung von Hilfsgütern ist auch ein wichtiges, strategisches Mittel für die alliierten Truppen, um sich die Unterstützung der lokalen Bevölkerung zu sichern.

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Foto: DPA

Wer kann, packt sein Hab und Gut und flieht aus der umkämpften Stadt Nasirijah.

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Foto: Time/James Hill

Zwei Sanitäter der alliierten Truppen versorgen zwei verletzte Iraker, die während der Bombardierung der Stadt Safwan Brandverletzungen davongetragen haben.

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Foto: Time/Yuri Kozyrev

Ein irakisches Mädchen wird im Al-Yarmouk Hospital in Bagdad nach einer Bombardierung medizinisch versorgt.

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Foto: Time/Christopher Morris

Ein Trupp Soldaten bricht während des Häuserkampfes in Nasirijah die Tür eines Wohnhauses auf, um auszuschliessen, dass sich in dem Haus Angehörige der irakischen Truppen verschanzt haben. Anders als in den Kämpfen in der freien Wüste, begleitet die Soldaten in den Städten die ständige Angst, in den Gassen und aus Häusern heraus von Heckenschützen und Guerillakämpfern beschossen zu werden und dies zu spät zu bemerken.

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Foto: AP/Alex Wong

Einer der Sicherheitsberater des US Präsidenten, Richard Perle, Angehöriger der neokonservativen "Falken" Gruppe um Verteidigungsminister Rumsfeld und Vizeverteidigungsminister Wolfowitz und Befürworter des Irak-Krieges lies sich heute gegenüber der Berliner Zeitung über die UNO, die NATO und die Kriegsgegner aus.
Er sagte, dass UNO und NATO nicht mehr in der Lage seien, für die Sicherheit im 21. Jahrhundert zu sorgen. Den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg verteidigte er mit den Worten "Unser Recht auf Selbstverteidigung unter Artikel 51 der Uno-Charta kann uns nicht genommen werden" und betonte, dass der Sicherheitsrat nicht die einzige Quelle zur Legitimierung militärischen Vorgehens sei.
An die Gruppe der Staaten im Sicherheitsrat gerichtet, die dem Vorgehen der USA ablehnend gegenüber steht, sagte Perle "Andere Länder haben ein Recht auf die eigene Meinung. Aber ich glaube nicht, dass sie über ein Vetorecht verfügen sollten."
Hilfsorganisationen befürchten, dass der Führungsanspruch der USA so weit gehen könnte, selbst die Koordination und Einrichtung von humanitären Hilfsmaßnahmen der UNO zu entreißen und den Einsatz dieser Maßnahmen an militärisch-strategische Überlegungen zu koppeln.
Die Äußerungen Perles fügen sich in den neuen Kurs der Falkengruppe innerhalb der Bush-Administration ein, alle anderen internationalen Organisationen nur noch als eine der US Weltsicherheitspolitik untergeordnete "Hilfstruppe" zu betrachten, die dem Führungsanspruch der USA mit finaziellen Mitteln oder Zustimmung zuarbeitet.