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Irak-Krieg 2003 / 23.03.03 / Tag 3
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Foto: AP

Verletzter irakischer Junge in einem Hospital in Bagdad.

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Foto: dpa

Journalisten vor der Ruine eines Wohnhauses in Bagdad, das in der Nacht von einer Rakete getroffen wurde.

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Foto: Reuters/Faleh Kheiber

Irakischer Mann vor einem Haus in Bagdad, das bei einem Bombenangriff zerstört wurde.

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Foto: Reuters/Russell Boyce

Rauch am Horizont: Blick von Kuwait aus auf den Süden Iraks. Der Himmel ist am Sonntag offenbar von angezündeten Ölfeldern verdunkelt.

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Foto: AFP

US Marines bewachen irakische Kriegsgefangene. Das Pentagon befürchtet eine Behinderung des Truppenvormarsches, wenn sich die Soldaten um noch mehr Kriegsgefangene kümmern müssten.

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Foto: AFP

Türkischer Soldat.
Bestätigungen und Dementi durch amerikanische und türkische Sprecher zu einem möglichen Einmarsch türkischer Truppen in den Nordirak wechseln sich ab.
Überlassen die US Kräfte den türkischen Truppen das Feld und das Schicksal der Kurden im Nordirak? Wie groß die Loyalität der USA gegenüber lokalen Verbündeten sein kann, mußten die Schiieten um Basra erfahren, von denen 1991 30.000 nach einem Aufstand gegen Saddam Hussein, von den US Truppen unbehindert, von den Garden Husseins massakriert wurden.

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Die Stadt Umm Qasr im Südirak unter schwerem Beschuss.
Der Vorstoß amerikanischer und britischer Truppen kommt aufgrund des Widerstandes irakischer Truppen an verschiedenen Stellen zum Stillstand, doch der Kampf mit den republikanischen Garden um Bagdad steht erst noch bevor.

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Amerikanische Friedensdemonstrantinnen vor dem White House in Washington.
Während die Anghörigen der amerikanischen Friedensbewegung mit ihrem Protest fortfahren, steigert sich der Rest der Bevölkerung und selbst ehemalige Kritiker immer mehr in patriotische und unkritische Zusrimmung für den US Angriffskrieg ihres Präsidenten, der weitere 80 bis 100 Milliarden US $ für den Krieg vom Kongress braucht. Ob die USA genauso viel Geld für den Wiederaufbau des Iraks aufbringen werden?

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Einer der "embedded correspondents" (hier v. britischen Sender SKY TV), der in die amerikanischen und britischen Truppen "eingebetteten Journalisten", die, oft von den Soldaten kaum zu unterscheiden als pervertierte Form des kritischen Kriegsreporters Hofberichterstattung "ihrer" Truppe für die patriotische Heimatfront am Frühstückstisch liefern.

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Während im irakischen Fernsehen Leichen gefallener und gefangengenommener US-Soldaten vorgeführt werden, zeigt der Sender Al-Jazeera und mehrere arabische Tageszeitungen Bilder verstümmelter Leichen irakischer Männer und eines Kindes. Die Kairoer Tageszeitung Al-Achbar druckt das Bild des Kindes mit der Headline "Amerikanische Menschlichkeit" ab.
Man kann sich vorstellen, welche Wirkung diese Bilder in der arabischen Welt erzeugen.

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Die Bilder der gefangengenommenen US-Soldaten werden gezeigt, weil auch die amerikanischen und britischen Medien kein Problem damit haben, irakische Kriegsgefangene "vorzuführen".
Aber die Todesangst in den Augen des amerikanischen GI führt allen, die in den Zeitungen, im TV und an den Stammtisch diesen Krieg verfolgen, noch einmal vor Augen, welche Erniedrigung und Entmenschlichung jeder Krieg für jeden Soldaten und jeden Zivilisten bedeutet - jede patriotisch geschwungene Rede und jeder kriegspropagandistische "Sachzwang" verliert vor diesem Blick seine Bedeutung.

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Titelseite der New Yorker Tageszeitung "Daily News". Die Titelzeile "Auf halbem Weg nach Bagdad" teilen sich am 4. Kriegstag viele amerikanische Tageszeitungen.