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Irak-Krieg 2003 / 22.03.03 / Tag 2
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Foto: AFP

Vormarsch der alliierten Truppen bei Tag und Nacht.
Keine Bilder von den Kampfhandlungen und Bombardierungen um die Städte Mossul, Karkuk, Basra und Umm Qasr. Die deutschen Medien wiederholen seit zwei Tagen monoton die geichen Meldungen und Bilder, weil sie als Angehörige der "Koalition der Kriegsverweigerer" von den US Offiziellen anscheinend von allen ungefilterten Informationsquellen abgeschnitten werden, während in der Nacht auf Samstag 1000 Flugeinsätze mit 1000 Cruise Missiles geflogen worden sein sollen.
Die in die amerikanischen Truppen "eingebetteten" Journalisten von CNN, ABC und FOX liefern patriotische Fronttelefonate aus Panzern.

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Foto: Wolfgang Rattay

Ein sudanesisches Mädchen, das mit seinen Eltern aus Irak geflüchtet ist, steht am Freitag vor dem mit Zelten errichteten Notaufnahmelager in Jordanien. Das Rote Kreuz und die islamische Schwesterorganisation Roter Halbmond haben dieses Lager in Jordanien rund 60 Kilometer von der Grenze zum Irak aufgebaut. Bis Freitag sind bereits rund 500 Flüchtlinge, zumeist Sudanesen, angekommen.

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Foto AFP

Türkische Truppen patrouillieren im kurdischen Gebiet der Südtürkei, 1000 - 1500 türkische Soldaten sind in das Gebiet der Kurden im Nordirak einmarschiert, ohne von amerikanischen und britischen Truppen daran gehindert worden zu sein, die Türkei erwägt ihre Präsenz auf 20 - 30.000 Mann zu erhöhen.
Gleichzeitig nehmen deutsche Soldaten in AWACS Flugzeugen an Aufklärungsflügen in der Türkei teil, deren Ergebnisse vermutlich auch den alliierten Truppen im Nordirak zugute kommen - damit würde Deutschland indirekt am Irak-Krieg teilnehmen.
Die Türkei scheint den Irak-Krieg für eigene Zwecke zu nutzen, um eine Entwicklung zu verhindern, die zu einem eigenen Kurdenstaat führen könnte oder um sich den Norden Iraks einzuverleiben.
Wurde mit einem "schmutzigen Handel" die türkische Unterstützung von den USA erkauft?

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Foto: dpa

Ein Soldat der Koalition drückt seine Missbilligung und seinen Patriotismus aus.
Seit Beginn der Kampfhandlungen soll sich schlagartig die Zustimmung der amerikanischen Bevölkerung seit Februar um mehr als das Doppelte auf 76% erhöht haben. Die Repressialien und die Gewaltbereitschaft gegen die amerikanische Friedensbewegung und Ausländer hat sich parallel erhöht.

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Foto: AP/Jakub Mosur

Ein amerikanischer Friedensdemonstrant wird in San Francisco "festgenommen".

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Foto: AP/Jon Mills

Toter irakischer Soldat im Schützengraben nach einem Kampf mit britischen Truppen im Südirak/Al Faw.
Während Soldaten sterben und sich die Zahl verletzter und getöteter Zivilisten erhöht, machen Präsident Bush und Premierminister Bair "Weekendurlaub" auf ihren Landsitzen.

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Auch in der Nacht zum Samstag gehen die Bombardierungen weiter.

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Foto: Reuters/Goran Tomasevic

Rauchwolken von Bombentreffern oder angezündeten, mit Öl gefültten Gräben in Bagdad.