Die Projekte "Bio-Alirt" und "HumandID" bieten dem TIA System die Möglichkeit, sich neben der menschlichen Sprache biometrische und biologisch-medizinische Daten einzuverleiben.

Im Rahmen des Projektes "Bio-Überwachung" werden unkonventionelle Datenquellen wie tierische Hinweiszeichen, betriebliche oder schulische Krankenstände, Verhaltensindikatoren und prädiagnostische, medizinische Daten überwacht, per Data Mining ausgewertet und in einem System integriert, das autonom mittels spezieller Algorithmen zur Erkennung von Anzeichen eines biologischen Angriffs die Daten abgleicht und das Ergebnis mit Katastrophenmodellen verbindet. Als Ergebnis liegen Indikatoren vor, die eine frühzeitige Identifizierung einer unnatürlichen Veränderung im Gesundheitszustand der Bevölkerung, die nur auf einen bio-chemischen Angriff schließen lassen, ermöglichen.
Die Projektbeschreibung lässt den Rückschluss zu, dass die gesamten Daten des amerikanischen Gesundheitssystems dem TIA System zugänglich gemacht werden soll.
Angestrebte Realisierung: 4. Quartal 2004.

Zahlreiche amerikanische Universitäten forschen für das TIAS Projekt Human ID und profitieren von den Finanzen, die ihnen die DARPA zuweist.
Auch die University of Southampton fährt ein Forschungsprogramm mit dem Titel Automatic Gait Recognition for Human ID at a Distance, die University of Texas in Dallas das Human Identification Project, die University of Colorado erprobt die Algorithmen zur Gesichtserkennung, das Georgia Institute of Technology konzentriert sich ebenfalls auf GAIT. Auch das Labor für künstliche Intelligenz des renommierten Massachusetts Institute of Technology fehlt natürlich nicht mit einem eigenen Humand ID Projekt. Und...und...und.


Linke Abb.: GAIT Human ID Experiment der Carnegie Mellon University, deren Robotics Institute sich speziell mit 3D-Körpererkennung, Identifikation über den Gesichtsausdruck oder hyperspektrale Bildverarbeitung beschäftigt.
Rechte Abb.: Die Infrarotaufnahme eines männlichen Kopfes mit Messpunkten im Rahmen des Human ID Projektes der University of South Florida.
Automatisierte, biometrische Identifikationssysteme sollen es bald erlauben, Menschen schon auf großer Distanz zu identifizieren, zu erkennen, aufzuspüren und das nach den Vorstellungen des IAO schneller und präziser als jetzige Systeme.
Die Techniken sollen als Früherkennungssysteme für den Schutz von Einsatzkräften und die Verteidigung des amerikanischen Territoriums gegen terroristische, kriminelle oder anderer durch Menschen ausgelöste Bedrohungen sorgen und so die Erfolgsaussichten solcher Angriffe gegen Einrichtungen und Gebäude des Verteidigungsministeriums vereiteln oder verringern.
Das HumanID Projekt arbeitet mit dem Office of Naval Research (ONR) zusammen, um die HumanID Techniken bei dem Schutz der U.S. Marinebasis von Bahrain und im Hafen liegenden Schiffen zu erproben. Weitere Partner bei der Erprobung von HumanID: National Institute of Standards and Technology (NIST), National Institute of Justice (NIJ), DoD Counterdrug Technology Development Program Office, Transportation Security Administration (TSA), Federal Bureau of Investigation (FBI), Central Intelligence Agency (CIA), INSCOM, U.S. Air Force Protection Battle Laboratory, U.S. Special Operations Command (USSOCOM).
Siehe auch Die Körperidentität in der Datenbank für die "Bösen"
Angestrebte, letzte Erprobungsphase: 1. Quartal 2004.
Nun kommen wir zu den beiden Systemen, die langfristig den Sprachgehalt der gesamten Weltbevölkerung erschließen.

EARS dient der Entwicklung einer "Sprache-zu-Text" Technik zur automatischen Spracherkennung und -übersetzung, die nach den Versprechungen des IAO im Ergebnis präziser und vom Informationsgehalt reicher sein soll, als bisherige Erkennungs- und Übersetzungssysteme.
EARS soll automatisch Dialoge menschlicher Konversationen per Funk oder Telekommunikation erkennen und die als wichtig erachteten Informationsinhalte so extrahieren, zusammenfassen und übersetzen, dass ein direktes Abhören durch einen menschlichen Operator unnötig wird. Das Ergebnis wird anschließend aufbereitet über Applikationen der Geheimdienstnetze abrufbar sein.
Angestrebte Realisierung: 2. Quartal 2007.
Fremdsprachige Quellen gleich welcher Art sollen auch kein Problem bei der Verarbeitung der Resultate des EARS Systems darstellen, dafür soll TIDES sorgen

Das TIDES Programm wird erweiterte Text-und-Audio Sprachverarbeitungssysteme ("TAP") entwickeln, die es englischsprachigen Personen ermöglicht, wichtige Informationen, die in verschiedenen Sprachen in umfangreichen Datenspeichern als Text- oder Tondokument vorliegen, ohne Kenntnis der entsprechenden Sprache zu finden, zu extrahieren und zu interpretieren.
Für das EARS, TIDES und BABYLON Programm entwickelt das Information Awareness Center Laboratory eigene Sprachprozessoren und -verarbeitungssystem wie TAP (Text and Audio Processor), OASIS (Open Audio Source Information System), OnTAP (On-Line Text and Audio Processor) und MiTAP (MITRE Text and Audio Processor).
Angestrebte Realisierung: 1. Quartal 2005.
Einen großen Anteil an der Forschungsarbeit zum TIA System scheint die non-profit MITRE Gesellschaft zu haben, die aus dem Massachusetts Institute of Technology's (MIT) Ende der 60er Jahre hervorgegangen ist und die innerhalb der 3 Center des U.S. Verteidigungsministeriums Center for Air Force Command and Control Systems (CAFC2S), Center for Integrated Intelligence Systems (CIIS) und dem Washington C3 Center (WC3C) für das Verteidigungsministerium an neuen Technologien forscht. Das CIIS unterstützt die amerikanischen Geheimdienste an mehreren Standorten in den USA wie auch weltweit. Auf den Informationswebseiten zu den Technologien, denen sich MITRE widmet, finden sich viele, die auch in den TIA Projekten zum tragen kommen.
Für den Soldaten im Kampfeinsatz werden zusätzlich im BABYLON Programm tragbare "Sprache-zu-Sprache" Übersetzungsgeräte direkt von der DARPA entwickelt. Babylon ist kein eigenständiger Bestandteil des TIA Systems.
Angestrebte letzte Erprobungsphase: 4. Quartal 2004.

Der Nachfolger des BABYLON Projektes, SYMPHONY, ist ebenfalls kein eigenständiger Bestandteil des TIA Systems. SYMPHONY wird BABYLON um Real-Zeit fähige Dialogsysteme erweitern, die auch in Situationen mit mehreren Sprechern, Konferenzen, Maschine-Mensch Dialogen zum Einsatz kommen sollen. Quasi der "Universaltranslator".
Beginn des Programmes: 2004, angestrebte Realisierung: 2006.